Fazit FF I

 

Ein denkbar schlechter und teilweise auch unglücklicher Samstag war gefolgt von einem höchst erfolgreichen und schönen Sonntag. Am Ende springt bei 2 Siegen und 5 Niederlagen (121: 172 Körbe -51 Punkte) der 28. Platz von 36 Teams heraus. Wenn man bedenkt wie knapp ein paar der Niederlagen waren, ist dieses Ergebnis schon etwas unbefriedigend. Im Laufe des Turniers konnte sich aber die gesamte Mannschaft steigern und harmonierte immer besser. Gerade eine taktische Umstellung (Stephie L. als Aufbau und Bastian W. auf die zwei) machte das Spiel am Sonntag sicherer und effektiver. Leider blieben die Center Richard M. und Sascha K. vor allem im Angriff etwas hinter ihren Möglichkeiten.

 

Insgesamt präsentierte sich diese Mannschaft nicht hundertprozentig eingespielt. Hier hätte ein Trainingslager bestimmt Wunder gewirkt. Es bleibt aber festzuhalten, dass sich die Mannschaft nach den Auftaktniederlagen gefunden und sich zu einer richtigen Turniermannschaft entwickelt hat.

 

Coach D. Punkt zur Gesamtleistung der Mannschaft: "Die ersten Spiele liefen nicht gut für uns. Wir sind vor allem am Ende der Spiele oft eingebrochen und haben dort durch schlechte Einzelentscheidungen Fehler gemacht, die uns die Spiele gekostet haben. Ich weiß auch gar nicht, was wir falsch gemacht haben. Wir haben gut verteidigt, die Rebounds geholt und im Angriff nicht zu überhastet gespielt. Die Körbe waren einfach manchmal wie zugenagelt. Dafür lief es dann am Sonntag wesentlich besser, und wir konnten zeigen, was wirklich in uns steckt. Leider habe ich nicht mehr aus diesem guten Spielermaterial geholt. Ich bin aber davon überzeugt, dass die Mannschaft nächstes Jahr wesentlich besser abschneiden wird und dass diese Fehler uns nicht noch einmal passieren werden."

 

 

 

Einzelkritiken:

 

Richard M.:

Machte als klassischer Center all dass, was man vom ihm erwartete, er punktete am Brett, kontrollierte die Rebounds und sorgte allein durch seine Präsenz unterm Korb für eine gute Verteidigungsleistung. Wurde leider zu selten in seiner Lieblingsposition links im Lowpost angespielt. Hätte so noch viel effektiver punkten können. Konnte aber vor allem durch sein gutes Positionieren wichtige Rebounds sichern. Hervorzuheben ist auch noch seine saubere Verteidigung. Hat durch zahlreiche Kommentare bei Fouls die Schiedsrichter sogar drauf aufmerksam gemacht, wenn er einen Gegner illegal berührt hat.

 

Sascha K.:

Ein Spieler wie unser Ronnie Burell. Sprunggewaltig und gab nie einen Ball verloren, wirklich ein Kämpfer mit Herz. Hatte leider vor allem am Samstag mit einem enormen Wurfpech zu kämpfen. Konnte diese Schwäche aber wie gesagt durch seinen Einsatz wieder wett machen und erkämpfte sich zahlreiche Rebounds. Verteidigte aber auch zu jeder Zeit seine Gegner mit Biss und gesundem Körpereinsatz. Konnte seinen Namensvetter Sascha M. gebührend beim Allstarteam vertreten und auch dort sich sprunggewaltig Rebounds sichern. Insgesamt ein Spieler den jedes Team braucht.

 

Marco E.:

War immer genau dort wo er sein musste. Reboundete gnadenlos, brachte ab und zu den Ball sicher nach vorne und versenkten auch noch Distanzwürfe sicher. Muß keinen Vergleich mit Charles Barkley scheuen. Hatte wirklich einen enorm wichtigen Anteil am Kölner Spiel. Dirigierte die Verteidigung hervorragend, wenn es Unstimmigkeiten gab und war überall auf dem Feld zu finden. Hätte nur ab und zu öfter den Zug zum Korb suchen müssen. Hat sich enorm verbessert seit dem letzten Fanclubturnier und wird anscheinend im Alter nur noch besser. Wir dürfen echt gespannt sein wo das noch endet.

 

Jasmin S.:

Etwas unauffällig, da sie zu wenige Bälle im Lowpost bekommen hat. Wäre besser etwas weiter ausserhalb der Zone aufgehoben gewesen. Konnte aber wie zu erwarten durch ihr gutes Stellungsspiel gut verteidigen und sich zahlreiche Rebounds sichern. Mit etwas mehr Mut hätte sie noch wesentlich mehr Punkte am Brett verwandeln können. Insgesamt eine etwas unscheinbare Spielerin, die aber durch konstante und gute Leistung zu überzeugen wusste. Wird im nächsten Jahr bestimmt einen großen Sprung nach vorne machen und dann nur noch für wenige Gegner zu stoppen sein.

 

Stephi L.:

Bestach durch sicheres Ballhandling, einen guten Zug zum Korb und spielte oft einen tödlichen Pass. War leider zu Anfang etwas unauffällig auf der Flügelposition, hatte aber einen großen Anteil an den Siegen nachdem sie auf die Aufbauposition gerückt ist. Hat sich auf jeden Fall für diese Aufgaben beim nächsten Fanclubturnier präsentiert und wird das Spiel in einem besser eingespielten Team hervorragend leiten können. Wird weiterhin mit ihrem guten Distanzschuß den Gegner Kopfschmerzen bereiten. Muß auf jeden Fall gehalten werden.

 

Marco M.:

Spielte erwartungsgemäß eine gute Verteidigung und hielt sich immer an die Anweisungen des Trainers oder seines Namensvetters Marco M., wenn dieser die Verteidigung organisierte. Im Angriff leider kein wirklich gefährlicher Faktor im Spiel der Kölner. Muß hier vor allem noch an seiner Übersicht und seinem Wurf arbeiten. Wird mit etwas mehr Spielerfahrung sicherlich noch besser seine Rolle im Team ausfüllen können. Zeigte auch immer die richtige und benötigte kämpferische Einstellung auf dem Feld.

 

Bastian W.:

Hat einen Zug zum Korb wie nur wenige. Zerpflückte regelmäßig die gegnerische Abwehr mit seinem Bewegungen in der Zone. Verlor hierbei leider in den ersten Spielen teilweise die Übersicht. Hätte noch viel öfter seinen sicheren Schuß einsetzen sollen. Ihm tat die Umstellung auf die Shooting Guard Position eindeutig gut, da er sich so noch mehr auf seine Stärken konzentrieren konnte und direkt gefährlich war. Zeigte zusätzlich in jedem Spiel höchsten Einsatz und kämpfte vorbildlich. Wird noch eine große Zukunft bei Fanclubturnieren haben.

 

Martin H.:

Hatte leider durch teilweise unglückliche und ungestüme Aktionen in den ersten Spielen erheblichen Anteil an den Kölner Niederlagen. Wollte zu Anfang einfach zu viel Verantwortung übernehmen und die Schmach vom letzten Jahr ungeschehen machen. Konnte aber in den letzten Spielen sich besser und vor allem ruhiger ins Spiel integrieren. Bestach durch eine gute Verteidigungsarbeit und teilweise richtig schöne Assists. Half teilweise auch unterm Korb aus, konnte aber auch dort seine Gegner gut verteidigen. Hat viel Verantwortung im Aufbau übernehmen müssen.

 

Trainer D. Punkt:

Machte zwei größere Fehler während des Turniers. Übergab zum Einen Stephi L. erst zu spät den Aufbau und hat dann teilweise in den entscheidenen Situationen falsch ausgewechselt. Hätte Leistungsträger länger schonen müssen, um sie am Ende des Spiels noch mal einzusetzen. Hätte wohl einen dauerhaften Assistenztrainer gebraucht, der ihn auf diese Fehler aufmerksam gemacht hätte. Wird sich wirklich der Frage stellen müssen, ob er nächstes Jahr noch für diese Mannschaft hauptamtlicher Trainer bleiben wird, oder nur noch seinen Posten als Sportmanager wahr nehmen soll.


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