FlyingFlönz II gegen Berlin

 

Um 10:05 stand dann eine sportlich weitaus wichtigere Begegnung an. Die Flying Flönz II trafen im Qualifikationsspiel auf Alba Dream. Der Sieger würde im Achtelfinale auf WTF? Mittelhessen treffen und sich somit einen Platz unter den besten 16 Mannschaften sichern. Allein schon da die Fans aus Berlin sich den zweiten Platz in einer durchaus schweren Gruppe sichern konnten, sagte viel über ihr spielerisches Potential aus. Die Flying Flönz durften sie auf gar keinen Fall unterschätzen. Jedem war klar, dass man von der ersten Minute alles geben musste, um in diesem Spiel gewinnen zu können.

 

Beide Mannschaften gaben von Anfang an alles und holten alles aus ihren geschundenen Körpern. Es entwickelte sich ein hochklassisches und höchst spannendes Spiel. Köln kann sich in der ersten Halbzeit einen kleinen Vorsprung erspielen. Beide Mannschaften zeige im gesamten Verlauf des Spiels ihr komplettes Können. Punkte die hervorragend am Brett herausgespielt wurden, wechselten sich mit treffsicheren Distanzwürfen ab. Die Verteidigung ließ niemand einfache Punkte zu. Kurz vor Ende hatte Köln einen knappen drei Punkte Vorsprung. Jedes mal wenn Berlin traf, konnte man im direkten Gegenzug auch einen Korb erzielen. Die Zeit lief weiter herunter und die Flying Flönz II rochen schon das Achtelfinale. Berlin machte weiter Druck und versuchte es nun öfters mit Distanzwürfen. Da es keine Möglichkeit gab mit Fouls die Uhr anzuhalten und Köln an die Freiwurflinie zu zwingen (ab dem 4. Mannschaftsfoul gab es für jedes weiter Foul einen Punkt und Ballbesitz) war dies die einzige Chance für Berlin. Circa 15 Sekunden vor Ende hatten sie noch mal einen Angriff und versuchte es wieder mit einem Dreipunktewurf, um eine Verlängerung zu erzwingen. Der Wurf verfehlte nur knapp sein Ziel und beim Kampf um den Rebound sprang Richard M. wie ein junger Gott - okay nicht unbedingt wie ein Gott aber immerhin sprang er - und konnte sich den alles entscheidenden Rebound sichern. Köln gab den Ball natürlich nicht mehr her und gewann verdienter Maßen mit 17:14 nach einen spannenden und starken Spiel.

 

Die Freude war natürlich riesig auf Seiten der Kölner. Sie hatten es geschafft. Achtelfinale, einer der 16 besten Mannschaften dieses hochklassigen Turniers. Und dies mit einer großartigen Leistung gegen sehr gut spielenden Berliner. Nach dem Spiel gab es noch eine Aufregungen am Kampfgericht, da die Berliner der Meinung waren, dass ihnen drei Punkte nicht angeschrieben wurden. Deshalb wurde noch länger diskutiert, aber es bestand niemals ein berechtigter Zweifel an der Korrektheit des Ergebnisses. Ein so erfahrenes, gut eingespieltes und professionelles Kampfgericht findet man sonst selten in Basketballhallen. Somit hatte jeder Protest nicht den Hauch einer Chance. Es ist nur schade, dass so ein hervorragendes und sympathisches Kampfgericht sich mit so etwas nach einem Spiel herumschlagen muss. Aber all dies tat der Feier der Mannschaft und der Fans keinen Abbruch. Die Stimmung war auf dem Höhepunkt. Trotzdem konnte wir ein paar Worte vom glücklichen Trainer der Flying Flönz erhalten: "Ich bin eigentlich sprachlos. Ein echtes Entscheidungsspiel und wir haben es verdient gewonnen. Die Berliner waren wirklich starke Gegner. Wir haben keine Fehler gemacht, sehr guten Basketball gespielt und alles gegeben. Ich bin so stolz auf die gesamte Mannschaft. Einfach unglaublich was sie aus sich rausgeholt hat. Da hat sich das lange harte Training im Vorfeld ausgezahlt. Jeder hat wirklich am Limit gespielt. Schade nur dass es am Ende Diskussionen über das Ergebnis gab. Aber das soll kein Hindernis für unsere große Feier jetzt sein."

 

So nun müssen also die Kölner eine Stunde später im Achtelfinale gegen wtf? Mittelhessen ran. Man hatte schon einige Spiele gesehen und wusste, dass dies ein sehr, sehr schwerer Gegner sein wird. Entsprechend schnell setzte sich die Mannschaft wieder zusammen, um sich auf das Spiel vorzubereiten.


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