Vorschau auf 3. Oberliga-Spieltag

 

Nach der großartigen Aufholjagd im letzten Spiel, die den 99ers ihren ersten Saisonsieg bescherte, gibt es diesen Samstag (03.10.) um 20:00 Uhr ein denkwürdiges Spiel im EnergyDome am Girlitzweg. Denkwürdig vor allem, weil es das letzte Spiel in dieser traditionsträchtigen Spielstätte sein wird. Nach 8 Jahren, mehr als 150 Spielen, zahlreichen Siegen und leider auch bitteren Niederlagen wird (zumindest für dieses Jahr) zum letzten Mal eine 99ers-Mannschaft dort auflaufen und alles für den Sieg geben.


Der Gegner an diesem geschichtsträchtigen Tag ist kein Geringerer als die Spielgemeinschaft Bedburg/Bergheim. Ein Gegner, der vielen bisher unbekannt war, aber zu den Topmannschaften der Oberliga gehört. Spielte die erste Mannschaft noch 2005 in der Bezirksliga, stiegen sie unter Laszlo Lang zweimal in Folge auf und erreichten im letzten Jahr den zweiten Platz in der Oberliga.


Im Sommer dieses Jahres gab der langjährige Aufstiegstrainer Lang, seit mindestens 2004 im Amt, die Mannschaft an den oberligaerfahrenen Trainer Robert Posa ab. Posa ist bekannt dafür, dass er viel Wert auf eine gute Verteidigungsarbeit legt und meist für eine gute Mischung aus alten und jungen Spielern sorgt. Viel Verantwortung wird er wohl den Spielern Gabor Sallay und David Drevenka, die schon seit längerem für die SG Bedburg/Bergheim auflaufen, geben.


Da sich Bedburg im letzten Jahr nur dem Leichlinger TV geschlagen geben musste, sind sie zu Recht einer der Aufstiegsfavoriten in dieser Saison. Daran, dass sie diese Saison ambitioniert anfassen, gibt es keinerlei Zweifel. Wenige Oberligamannschaften fahren zu Testspielen ins benachbarte Belgien und gewinnen dort gegen den Drittligisten aus St. Vith. Ebenso fuhren sie in der Vorbereitung Siege gegen Rondorf (Landesliga) und TUS Meckenheim aus der Regionalliga ein.


Die ersten zwei Spiele bestritt Bedburg gegen Hoffnungsthal und DJK Südwest. Beide Spiele wurden souverän gewonnen (81:63 in Hoffnungsthal und 81:70 zuhause gegen Südwest). In beiden Spielen war jeweils Gabor Lang der Topscorer des Teams und führte seine Mannschaft zum Sieg. Diesen freiwurfstarken Spieler dürfen die 99ers auf gar keinen Fall unterschätzen. Ebenso müssen sie auf den Dreier-Spezialisten Andreas Birkholz aufpassen, der jeweils der zweitbeste Scorer des Teams war. Wenn es den 99ers also gelingt, diese beiden gefährlichen Spieler am Punkten zu hindern, und sie sich durch die starke Verteidigung der Bergheimer nicht aus der Ruhe bringen lassen, haben sie gute Chancen, am Samstag als Sieger vom Platz zu gehen.


Leider ist momentan noch nicht bekannt, ob Coach Sascha Neubert wieder fit ist, was wir natürlich hoffen. Sicherlich werden die 99ers am Samstag in Bestbesetzung auflaufen und alles daran setzen, um nach dem 76:62-Auswärtssieg den nächsten Sieg einzufahren. Der momentan 8. Tabellenplatz ist natürlich den wenigen Spielen geschuldet und sagt nichts über den Leistungsstand der Kölner aus. Da man sicherlich am Ende mit Opladen, MTV und Bedburg um den Aufstieg spielen wird, ist ein Sieg am Samstag umso wichtiger. Hier kann der direkte Vergleich dann über 2. Regionalliga oder Oberliga entscheiden. Mit Unterstützung der Fans ist dieser Sieg auf jeden Fall machbar.


Den erwartungsgemäß zahlreichen Fans wird diesmal auch ein großes Buffet mit Salaten, Kuchen und allem anderen, was der Halbzeitmagen begehrt, geboten. Für ausreichend Getränke ist natürlich auch gesorgt. Jeder sollte hier zugreifen und es sich schmecken lassen, da der Erlös an die SG 99ers geht und somit unserem Ziel, hier wieder höherklassigen Basketball zu sehen, helfen wird. Also esst und trinkt für den Aufstieg! Es wird auch im Vorfeld schon Spiele der Jugend und/oder anderer Teams geben. Auch die Rollstuhlfahrer der 99ers werden vor dem Oberligaspiel zu sehen sein. Also etwas früher im EnergyDome zu sein, wird sich sicherlich lohnen!


Wahrscheinlich können sich nur noch wenige Fans an das erste Spiel im EnergyDome erinnern. Der Gegner am 20.10.2001 hieß damals WiredMinds Tübingen. Zum 96:70-Sieg steuerte ein gewisser C.C. Harrison damals 19 Punkte bei. Lang, lang ist es her, und seitdem ist viel passiert. Wieviele Punkte sind erzielt worden? Wieviele Dunks bejubelt? Wieviele Rebounds wurden gepflückt? Wieviele Dreier gefeiert oder verflucht? Wieviele Partnerschaften sind dort entstanden? Wieviele sind zerbrochen? Wie oft wurde geweint, gelacht, gesungen oder gefeiert? So genau wird das niemand wissen, aber eins ist sicher: Niemand wird diese historische Spielstätte mit all ihren Emotionen und schönen wie auch schlechten Erinnerungen jemals vergessen.


Nutzt also die Chance und verabschiedet Euch auf Eure ganz persönliche Art von unserer Kölner Festung, dem alt-ehrwürdigen, geliebten EnergyDome und sorgt dafür, dass auch beim vielleicht letzten Spiel im Dome der Sieg in Köln bleibt!


Auch bei diesem Spiel gilt wie immer: Oberliga ist, was ihr daraus macht!


Natürlich wird der Liveticker allen Interessierten, die es nicht zum EnergyDome schaffen, wieder zur Verfügung stehen.

 

(Doppelpunkt)


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