3. Oberliga-Spieltag

 

Die 99ers erkämpfen sich am 3.10.09 vor über 200 Zuschauern den ersten Heimsieg in der jungen Saison. Dieser Oberliga-Zuschauerrekord stellte eine würdige Kulisse für das letzte Ligaspiel im alten EnergyDome dar.


Das Spiel fing etwas besser für die Gäste aus Bedburg an. Köln spielte etwas nervöser und haderte mit einigen streng ausgelegten Offensivfoul-Pfiffen. So konnte sich Bedburg leicht absetzen und auch öfters individuelle Fehler in der Kölner Verteidigung ausnutzen. Gerade in der Anfangsphase hielten Manuel Krumbach und Robin Flecks dagegen und konnten den Vorsprung noch bis zum Ende des 1. Viertels aufholen und zum 19:19 ausgleichen.


Das Spiel sollte sich bis zur Mitte des zweiten Viertels zu einem offenen Schlagabtausch entwickeln. Die Verteidigungsleistung auf beiden Seiten ließ leider zu wünschen übrig. Köln bekam in dieser Phase immer wieder den Offensivrebound und konnte sich so leicht absetzen. Etwa zur Mitte des zweiten Viertels erhielt der Gästetrainer Robert Posa recht überraschend sein erstes Technisches wegen Meckerns. Da er sich daraufhin überhaupt nicht mehr zusammenreissen konnte und immer weiter mit den Schiedsrichtern diskutierte, jegliche Verwarnung ignorierte, bekam er zwangsläufig sein zweites technisches Foul. Dafür wurde er natürlich regelkonform der Halle verwiesen. Die Schadenfreude war groß auf Seiten der Kölner Fans. Sehr selten, dass man einen Trainer erlebt, der so früh die Halle verlassen muss. Die insgesamt 6 Freiwürfe (2 für ein normales Foul, 4 für 2 technische) hätten den Kölnern zu einem komfortablen Vorsprung nutzen können. Insgesamt verwandelte die Kölner Mannschaft aber nur einen einzigen Freiwurf. So konnten sie nur eine knappe 45:39 Führung in die Halbzeitpause mitnehmen.


Dank hervorragender Kuchen, Törtchen, Salate, Würstchen und günstigen Getränken verging die Halbzeitpause für die meisten wie im Fluge. Gespannt erwartete jeder, wie Bedburg den Verlust des Coachs verkraften würde und wie er sie in der Pause einstellen würde. Der langjährige Bedburger Trainer Gabor Lang, der in der Halle anwesend war, übernahm schließlich für die zweite Hälfte den Posten des Trainers und stellte seine Mannschaft auf eine Zonenverteidigung um. Sein Kölner Pendant Sascha Neubert war wohl ebenso unzufrieden mit der eigenen Verteidigungsleistung, und so verhinderte eine gute Verteidigungsarbeit von beiden Seiten einfache Körbe. Köln konnte die Führung halten und ging mit 60:54 in das letzte Viertel.


Im letzen Viertel konnte Bedburg durch ihre starken Dreipunkteschützen immer wieder rankommen und den Vorsprung Stück für Stück aufholen. Köln gelang in dieser Zeit wenig und verhaspelte sich zu oft in Einzelaktionen. Leider schlugen die 99ers auch kein Kapital aus der immer stärkeren Foulbelastung der Gäste. Die Kölner versuchten ihr Heil in zahlreichen Dreipunktewürfen zu finden, fanden es aber leider nur äußerst selten. Da Bedburg geschickter am Brett agierte, hart verteidigte und zusätzlich die Kölner immer wieder Nerven von der Freiwurflinie zeigten, stand das Spiel 14 Sekunden vor Ende mit 74:74 unentschieden. Natürlich nahm Sascha Neubert nun eine Auszeit, um das Spiel vor einer möglichen Verlängerung zu entscheiden. Ein relativ einfacher Cut in die Zone von Valentin Bauer, der den Ball wunderbar auf den überragenden Robin Flecks ablegte, brachte die Kölner 4 Sekunden vor Ende mit 76:74 in Führung. Der Einwurf der Bedburger und der darauffolgende Wurf knapp hinter der Mittellinie konnte den Sieg der Kölner aber nicht mehr verhindern.


Geschafft! Wurde vor zwei Wochen den Kölnern noch in den letzten Sekunden der Sieg abgenommen, zeigten sie diesmal Nerven und bescherten ihren zahlreichen Fans einen würdigen Abschied vom EnergyDome. Wobei dieser Sieg nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass diese Mannschaft noch zahlreiche Fehler abstellen muss. Nicht jedes mal wird der Gegner so viele ungenutzte Punkte von der Freiwurflinie ungestraft lassen. Ebenso muss die Mannschaft noch mehr in ihre Systeme vertrauen und darf nicht zu kopflos den Korb nur aus der Distanz attackieren. Aber hier wird sicherlich Sascha Neubert die spielfreie Zeit der Herbstferien nutzen und daran arbeiten.


Die Topscorer der Kölner waren in diesem Spiel der das ganze Spiel dominierende Robin Flecks mit 27, Marko Staglicic mit 12 und der Kapitän Sven Schermeng mit 11 Punkten.

 

(Doppelpunkt)


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