Hall of Fame

 

In Kölns Heilige Halle haben bisher fünf Spieler Einzug gehalten:


CC Harrison – geboren am 23. September 1976 in Reidsville, North Carolina, spielte insgesamt drei Jahre im Trikot von RheinEnergie Köln. Früheste Spuren seiner Basketball-Karriere finden sich an der North Carolina State University, wo er von 1995 bis 1999 spielt. Schon dort fällt er durch ausgezeichnete Dreierquoten von bis zu 45% (Saisonschnitt) auf. Zur Saison 1999/2000 wechselt er in die Basketball-Bundesliga zum Team nach Weissenfels (heute Mitteldeutscher BC). Zwei Jahre später stößt er zu RheinEnergie Köln und spielt dort bis 2004, ehe er in die französische Liga wechselt. Dort spielt er zunächst bei Paris-SG und danach bei Pau-Orthez.

Aus seiner Zeit in Köln ist CC als einer der besten Shooting Guards/Small Forwards der Liga bekannt. Neben einer bekannt guten Defensive, die ihn schon zu College-Zeiten auszeichnete, entwickelt er sich auf seiner Position zu einer der gefährlichsten Offensivkräfte der Liga mit zum Teil atemberaubenden Dreierquoten. Zugute kommt ihm hier auch sein enorm starker Antritt, seine Fastbreak-Qualitäten sind sicher vielen Fans noch in guter Erinnerung. So erzielt er gleich in seiner ersten BBL-Saison eine hervorragende Quote von 18,8 ppg. Er wird 2003 und 2004 in das BBL Allstar Team berufen, kann aber aufgrund einer Verletzung 2004 nicht teilnehmen.

Saison 2001/2002: 18,8 ppg 3,4 rpg 34 Spiele
Saison 2002/2003: 16,7 ppg 3,2 rpg 29 Spiele
Saison 2003/2004: 15,9 ppg 3,4 rpg 32 Spiele

Außerdem steht im Girlitz Book of REKords:

C.C. hat viermal fünf Steals geschafft und in einem Spiel acht Dreier versenkt. Bei den für REK erzielten Punkten führt er mit 1632 (vor Sasa O. mit 1412). So führt er auch mit 17,2 Punkten im Schnitt aller 95 Spiele für REK.


Geert Hammink – der „fliegende Holländer“ wird am 12. Juli 1969 in Nijmegen geboren. In den Jahren 1988 bis 1993 spielt er im ersten Teil seiner Karriere erfolgreich in der NCAA an der Lousiana State University. Dort lernt er einen Spieler kennen, der ihn auch im zweiten Teil seiner Karriere begleiten wird: Shaquille O’Neill. 1993 wird er als Nummer 26 von den Orlando Magic in die NBA als Backup von „Shaq“ gedrafted, den Orlando ein Jahr zuvor ebenfalls von der LSU geholt hatte. Er spielt dort bis 1995, wo er mit Orlando sogar die Finalserie erreicht, hat aber aufgrund des prominenten Starters vor ihm nur fünf Spieleinsätze. 1995 wechselt er zu den Golden State Warriors und spielt dort noch weitere drei Mal in der NBA, bevor es ihn zurück nach Europa verschlägt. Nach einer Station bei Panionios Athen beginnt 1997 bei ALBA Berlin der wohl erfolgreichste Teil seiner Karriere. Nach drei Meisterschaften (1998-2000) und einem Pokalsieg 1999 wechselt er zurück in die griechische Liga zu AEK Athen, wo er das Cupfinale gewinnt, und zu Aris Saloniki. 2002 schließlich beginnt bei RheinEnergie Köln der letzte Teil seiner aktiven Basketballkarriere.

Er ist ein ungewöhnlicher Center, was sich schon bald herausstellt. Neben klassischen Centerqualitäten wie seinem ungemein guten Rebound und neben der Arbeit am Brett, die er nicht erst seit den Trainingseinheiten mit Shaq sicher beherrscht, glänzt er auch durch einen sicheren Ferndistanzwurf. Der „Turnaround-fadeaway-jump-shot“ vom Rand der Zone wird zu seinem Markenzeichen - eine nicht zu unterschätzende Waffe, die den verteidigenden Spieler schier in den Wahnsinn treibt. Als „Center, der auch Dreier wirft“ ist er bis heute vielen Kölner Fans im Gedächtnis geblieben. Er ist einer der konstantesten Punktelieferanten bei Köln und spielt in seiner letzten Saison 2003/2004 herausragend – zum Ende seiner Karriere beschert ihm das eine letzte Berufung in das All-Star Team der BBL.

Geert Hammink ist dem Basketball verbunden geblieben. Er arbeitet als Vize-Präsident mittlerweile für CourtSide, eine Spieleragentur.

Saison 2002/2003: 9,8ppg 5,4rpg 28 Spiele
Saison 2003/2004: 10,8ppg 9,8rpg 33 Spiele

Das Book of REKords vermerkt für Geert: er führt mit 21 Rebounds in einem Spiel und 471 total; seine 16 Double Doubles sind ebenfalls unübertroffen.


Immanuel McElroy – geboren am 25. März 1980 in Galveston, Texas, beginnt seine Basketballkarriere am Tyler Junior College in Texas, wo er bis 2000 spielt. Er wechselt zur Saison 2000/2001 ans College zu den Cincinatti Bearcats (NCAA), wo er schnell zum Star avanciert. Als Höhepunkt wird er in der Saison 2001/2002 zum „Conference USA Defender of the Year“ gekürt. In seiner Zeit am College spielt er gegen zahlreiche namhafte Gegner. So sind etwa starke Duelle gegen Dwyane Wade übermittelt, der damals noch am College (Marquette) spielt. Zur Saison 2002/2003 wechselt der als herausragender Defensivspieler bekannte McElroy dann in die CBA (Continental Basketball Association) in das Team von Grand Rapids. Dort gelingt ihm der nächste Streich: Er wird zum „Rookie of the Year“ in der CBA gewählt und führt zudem das „All Rookie“ Team an. Er spielt im Sommer 2003 und 2004 für Dodge City Legend in der USBL (und gewinnt dort 2003 das Finale) und wechselt 2003/2004 zu den Gary Steelheads, ebenfalls in der CBA. Dort schafft er es in der gleichen Saison in das „All-CBA Defensive Team“. Zur Saison 2004/2005 schließlich wechselt McElroy zu RheinEnergie Köln.

Dort wird „IMac“ schnell zum Publikumsliebling – und das nicht nur wegen seiner überragenden Defensivkünste, die in der Basketball-Bundesliga ihresgleichen suchen. McElroy besticht zudem durch seine große Konstanz und seine überragende Physis. Er ist bis heute sicherlich einer der schnellsten und sprunggewaltigsten aktiven Spieler in der BBL, die ihm trotz seiner lediglich 1,93m vergleichsweise hervorragende Reboundquoten sichert. Während seine Rolle in der Mannschaft in der ersten Saison noch auf Einsätze auf der 2 und auf der 3 beschränkt bleibt, kann er in seiner zweiten Saison in Köln 2005/2006 auch gelegentliche Einsätze auf der Spielmacherposition vorweisen. Seine Zeit bei Köln wird zunächst vom Pokalsieg 2004/2005 und schließlich vom Meistertitel 2005/2006 gekrönt. An beiden Titeln hat McElroy großen Anteil. Als einer der konstantesten Spieler lässt er nahezu kein Spiel aus und absolviert dort lange Spielzeiten von über 33min/Spiel. Beliebt und mittlerweile auch legendär sind die Besuche seiner Frau und seiner drei Kinder, die kaum ein Spiel auslassen und den Familienmenschen McElroy lautstark anfeuern.

Mit grosser Freude wurde unter Kölner Fans seine Vertragsverlängerung aufgenommen, die zwei weitere Jahre McElroy in Köln bescheren werden.

Saison 2004/2005: 14,5 ppg 5,1 rpg 34 Spiele
Saison 2005/2006: 13,4 ppg 5,6 rpg 39 Spiele
Saison 2006/2007: 11,9 ppg 4,9 rpg 42 Spiele

IMac führt bisher nur in einer Kategorie: 48:07 Minuten Einsatzzeit in einem Spiel.


Zoran Kukic – mit ihm konnte Köln zur Saison 2001/2002 einen der besten bosnischen Spieler der damaligen Zeit verpflichten. Er wurde am 1. Dezember 1973 in Bekaustrija/ BIH geboren und begann seine Profikarriere 1997 bei Borac Nektar Banja Luka. In den Jahren 1998 und 1999 wurde er zweimal Meister und sammelte zudem internationale Erfahrung etwa im Saporta-Cup. Ein beeindruckender Beweis seiner Stärke ist seine dreimalige Ernennung zum MVP der bosnischen Liga (1998/99, 1999/2000 und 2000/01).

Schnell nach seinem Wechsel in die BBL galt Kukic als einer der stärksten Power Forwards der Liga. Enorm stark im Rebound und in der Defensive, dabei offensiv brandgefährlich, ist er neben Sasa Obradovic das Herz der Mannschaft und spielt in den ersten zwei Jahren einen Schnitt von 12,3 ppg und 13,6 ppg . Zoran Kukic bleibt bis zu seiner schweren Knieverletzung im Jahr 2003 einer der großen Leistungsträger im Team von RheinEnergie Köln. Zwar spielt er in der in der Saison 2003/2004 noch elf Mal, erreicht aber nicht mehr die Form früherer Tage und muss aufgrund der Verletzung im Juni 2005 seinen Rücktritt vom aktiven Leistungssport erklären. Zu seinen Erfolgen in der Kölner Zeit zählen der Deutsche Vizemeister 2002 sowie der Deutsche Pokalsieg 2004.

Umso erfreulicher ist es aus Sicht der Kölner Fans, dass ein so beliebter und erfolgreicher Spieler für die Nachwuchsarbeit verpflichtet werden konnte. Er absolviert nach seiner Profikarriere eine Trainerausbildung und gehört seitdem zum Trainerstab des Vereins. Seit der Saison 2006/2007 betreut er die NBBL Mannschaft von RheinEnergie Köln.

Saison 2001/2002: 12,3 ppg 7,5 rpg 30 Spiele
Saison 2002/2003: 13,6 ppg 5,8 rpg 27 Spiele
Saison 2003/2004: 5,4 ppg 3,0 rpg 11 Spiele


Sasa Obradovic, geboren am 29. Januar 1969 ist der wohl bedeutendste Spieler in der noch jungen Geschichte von RheinEnergie Köln.

Seine Karriere beginnt 1988 in Belgrad im damaligen Jugoslawien, seine ersten Erfolge sind die jugoslawischen Meisterschaften der Jahre 1993 und 1994 mit Belgrad. Er wird schnell auch ein Star der jugoslawischen Nationalmannschaft, holt mit ihr 1995, 1997 und 2001 den Europameister- sowie 1998 den Weltmeistertitel und gewinnt 1996 Olympia-Silber. Nach seinem Wechsel zu Alba Berlin geht die Erfolgsgeschichte hier weiter: 1995 gewinnt er den europäischen Korac-Cup, 1996 die deutsche Meisterschaft und den DBB-Pokal. Zurück in Jugoslawien gewinnt er 2001 mit Podgorica nochmals die jugoslawische Meisterschaft. Als „Fast-Gründungsmitglied“ wechselt er zur Saison 2001/02 zu RheinEnergie Köln, um dort die Geschichte des Vereins bis heute nachhaltig zu prägen.

Man nennt ihn respektvoll „den General“ – als gewiefter Taktiker und Spiellenker ist er schnell das Herz und die Schaltzentrale der Kölner Mannschaft. Legendär bis heute sein Siegeswille – kein Spieler in der Historie von RheinEnergie zeigte einen so bedingungslosen Einsatz, kein Spieler kämpfte derart hart um jeden Sieg wie er. Er ist der uneingeschränkte Chef der Mannschaft und stets der verlängerte Arm des Trainers, ob dieser nun Pesic, Minic, Baeck oder Andres heißt. Sein Kampfeswille zeigt sich auch in der Überwindung teils schwerer Verletzungen: Er bricht sich in seiner Karriere mehrfach die Nase, zieht sich einen Achillessehnenriss, einen Kreuzbandriss und einen Knorpelschaden im Knie zu und kommt dennoch stets zurück. Legendär auch sein Einsatz in der Halbfinalserie 2001/2002 gegen die Telekom Baskets Bonn, wo er sich im zweiten Spiel die Mittelhand bricht, allerdings die Spiele drei und vier dann noch mit bestreitet. Er beendet seine Karriere in Köln mit einer Vizemeisterschaft 2001/2002 und zwei Pokalsiegen 2003/2004 und 2004/2005.

Saison 2001/2002: 15,8 ppg 2,8 rpg 25 Spiele
Saison 2002/2003: 13,2 ppg 2,5 rpg 30 Spiele
Saison 2003/2004: 8,7 ppg 1,2 rpg 15 Spiele
Saison 2004/2005: 14,9 ppg 2,2 rpg 33 Spiele

Sasa brachte es in seiner aktiven Zeit bei REK auf 331 Assists, das Maximum waren neun in einem Spiel.

Nach seiner Karriere als Spieler beginnt Sasa Obradovic seine Tätigkeit als Headcoach von RheinEnergie Köln. Es fällt ihm sichtlich schwer, nun die Coachrolle im Spiel anzunehmen – bei vielen Spielen hat man den Eindruck, dass er längere Laufwege als mancher Spieler zurücklegt. Doch ist schon in der ersten Saison seine Handschrift nun als Trainer zu erkennen – ein sehr schnelles Spiel mit intensiver Defensive, blitzschnellem Umschalten in die Offensive und schnellem, variablen Spiel am Korb. Die Saison 2005/2006 endet mit dem Triumph für Trainer Obradovic: Nach diversen Achtungserfolgen im internationalen FIBA-Cup gewinnt der Verein seine erste deutsche Meisterschaft.

Erfolge als Trainer:

Saison 2005/2006: Deutsche Meisterschaft
Saison 2005/2006: Champions Cup
Saison 2006/2007: Deutscher Pokalsieger

(Buzzer)


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