Bremerhaven

 

Kalt war es am Sonntagmorgen (14.1.2007) um 11.00 Uhr am EnergyDome. Dass sich unsere Gemüter auch nach dem Spiel nicht erhitzen sollten, wusste bis dato noch keiner.

 

Bis auf einige Ausnahmen sind tatsächlich alle erschienen und wollten die Reise antreten, der Bus kam etwa eine viertel Stunde zu spät, aufgrund der Kälte aber gefühlte zwei Stunden – also alles wie immer und nach Plan. Bus da, Leute, Trommeln und Bier rein, auf geht´s nach Bremerhaven. Man besonn sich auf der Hinfahrt auf alte Meisterzeiten und guckte gemütlich bei einem oder zwei Bierchen, noch mal das legendäre 5. Playoff-Spiel in Bamberg. Da kam Begeisterung auf und war bereit für weitere große Siege des Teams. Die Fahrt verlief ohne Komplikationen, und pünktlich um 16.00 kamen wir an der Halle an. Alles wunderbar, bis auf die Tatsache, dass ich meine kompletten Rucksack abgeben musste und auch meine Luftschlangen, die ich massenhaft günstig erstanden habe, nicht mit in die Halle nehmen durfte. Der Grund: “Die Eisbären möchten das in ihrer Halle nicht!“ Hört, Hört, so, so, wenn ihr wüsstet.

 

Also, wir rein, und innerhalb von Sekunden hatten wir doch, was wir brauchten: einen riesigen Sack frischen Reißwolfpapiers.

 

Tja zum Spiel gibt es nicht sonderlich viel zu sagen. Was in den ersten Minuten noch ganz gut aussah, wandelte sich Ende des ersten Viertels zum personi- fizierten Grauen eines jeden Auswärtsfans! Die Mannschaft war einfach platt, das merkte man ihr förmlich an! Da fehlte es einfach überall an Bissigkeit und Kampf. Aber der Weihnachtsmann ist ja auch kein Osterhase und Bremer- haven noch nicht lange nicht Nordpol, also feierte man sich selber. Die Welle wurde versucht anzuzetteln und allerhand sinnentleertes Liedgut zum Besten gegeben!

 

Der größte Erfolg war sicherlich die Verwandlung unserer Hallenseite in ein Kinderparadies. Was Bremerhavener Eltern vorerst kritisch beäugten, sollte sich dann zu deren Albtraum entwickeln. Denn wirklich jedes Kind, welches auch nur geradeso schon auf den Beinen stehen konnte, fand sich nach kurzer Zeit in den Tiefen des Reißwolfmülls wieder und plötzlich wurden Eltern, Omas und Opas gemütlich eingeseift und beworfen, selbst vor dem Bremerhavener Maskottchen wurde nicht halt gemacht. Die einzig Leittragenden waren letzt- endlich die Ordner und das zugehörige Aufräumpersonal, die den Braten sofort rochen und nur noch gehemmt lächelten, als die Kinder es schafften, den Müll über die gesamte Breite des Spielfelds hinter dem Korb zu verteilen.

 

Auch auf der Heimfahrt besann man sich wieder auf die Tugenden vergangen- er Zeiten und die beiden letzten Playoff-Partien gegen Berlin sollten das Leid und den Schmerz lindern. Hat ganz gut funktioniert würde ich sagen! Wir können nur hoffen, dass sich die nächste Flönzfahrt genauso positiv rück- betrachten lässt – dann vielleicht mit einem Auswärtssieg. Gegen Mitternacht waren wir wieder zurück und das war´s dann! Alles in allem, wenn man vom Spiel absieht, denke ich, war es ein gelungener Auswärtsauftakt der Flönz, und wir freuen uns auf weitere Fahrten – mit Siegen!

 

(Köllefornia)


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