Das Märchen von Lüttich

Vor nicht allzu langer Zeit zog es 2 Basketballspieler, die in der Saison 2005/06 mal in Köln gespielt hatten und dort geliebt und verehrt wurden nach Osteende, um Ihr Glück zu finden.

Ach, was waren da die Kölner Fans traurig. Doch statt lange Trübsal zu blasen, schaute man in den belgischen Spielplan, und was sah man da? Unsere Lieblinge spielten doch bald ganz in unserer Nähe, und zwar in Lüttich.

Es fand sich nach einigen Diskussionen im Forum eine kleine Gruppe von Unentwegten, die sich Karnevalsfreitag auf den Weg nach Lüttich machten, unsere Lieblinge zu besuchen.

Nach zügiger Fahrt ohne Probleme fand man auch die Halle, aber nicht den Parkplatz. Da jedoch noch Zeit war, machten sich die Unentwegten auf die Suche nach etwas Essbaren. Ach, was war man glücklich, als man ein Einkaufscenter fand. Nachdem sich die Unentwegten mit Fritten gestärkt hatten, suchte man im Lebensmittelladen nach belgischer Schokolade, Bier und sonstigen Leckereien.

Da man ja die Halle, aber nicht den Parkplatz gefunden hatte, machte sich die Schar wieder auf den Weg. Da war ja wieder die Halle, aber immer noch kein Parkplatz in Sicht. Nachdem sich der Autokorso 3-5mal durch das angrenzende Unigelände gequält hatte, kam einem die glänzende Idee: Stand auf der Hallenbeschreibung nicht etwas von einem Shuttlebus.

Tief im Unigelände stand auf einmal ein Bus herum. Die Unentwegten parkten Ihre Autos in der Pampa riesiger, aber Freitagabend gähnend leerer Parkhäuser; in der Hoffnung sie jemals wiederzusehen, stiegen wir in den Bus.

Ach, was wurden die Augen der belgischen Fans groß. So was hatte man noch nicht gesehen. Seltsam gekleidete und bemalte Fans mit dicken Musikinstrumenten . Was die wohl in Lüttich wollten.

Die Kartenreservierung durch belgische Fans aus Oostende hatte zwar geklappt, trotzdem dauerte die Abwicklung am Ticketschalter ewig; schließlich zog die Schar der Unentwegten in die Halle ein.

Huch, was war den das. Steilwandtreppen und -tribünen in einem gefühlten Winkel von 85°.

Kurze Verbrüderung mit den belgischen Fans aus Oostende, und dann ging die Post ab: Titus-Titus-Ivory- und Glen-McGowan-Gesänge schallten durch die Halle. Auf den Rängen gaben die Unentwegten alles.

Über das Spiel decken wir besser den Mantel des Schweigens, aber das war ja auch nur Anlass und nicht Grund unseres Ausflugs.

"Nach dem Spiel ist vor der Party" meinten einige und machten sich auf den Weg, unsere Lieblinge persönlich zu begrüßen. Auf dem Feld trafen sich unsere Unentwegten mit Ihren Lieblingen. Fotos wurden gemacht und unsere Lieblinge wurden gefeiert.

Doch dann kam ein Offizieller des ortsansässigen Vereins. Haben wir etwas falsch gemacht, ging es einigen durch den Kopf? Doch nein - es erfolgte eine Einladung zu Freibier im VIP Bereich. Also alle Mann an die Tränke.

Nach kurzer Zeit, die unsere Helden zum duschen brauchten, tauchten sie dann im Foyer auf. Und was hatten Sie uns mitgebracht. Eine große Platte Sandwiches.

Dann ging die Party richtig los. Ein Humba nach dem anderen, jedes immer noch lauter, länger und jecker als das vorhergehende. Polonaise durch das Foyer und mittendrin unsere Lieblinge Titus und Glen; etliche belgische Fans beider Vereine schlossen sich an.

Das gab’s in Lüttich noch nie. Eine Runde Freibier jagte die andere, und Einladungen fürs nächste Spiel waren der Lohn für die Party.

Titus zeigte stolz Bilder seiner Zwillinge, Glen seine glitzernde Uhr, die seine Eltern ihm geschenkt hatten.

Nach gefühlten 5 und realistischen 2 ½ Stunden After-Game-Party ging’s auf den Heimweg.

Und bei der Abfahrt gab's die nächste Überraschung: Unsere Lieblinge fuhren mit nach Köln, und unsere Unentwegten begleiteten unsere Lieblinge über die Autobahn; diejenigen, die sich nicht an die Geschwindigkeitslimits hielten, fuhren gemeinsam mit den beiden bis nach Köln.

Und wenn Sie nicht verzogen sind, so spielen Sie auch nächstes Jahr wieder in Belgien, und wir können Sie besuchen.

Bilder aus Lüttich:


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